JES zertifiziert selbsthilfefreundliche Einrichtungen

Bild: zwei Hände halten Pokale ins Bild | Anna Shvets, pexels.com 12. Januar 2021 – Die Unterstützung von und Zusammenarbeit mit Selbsthilfeaktivist*innen und –zusammenschlüssen drogengebrauchender Menschen ist ein wesentlicher, wenn auch oft noch ausbaufähiger Baustein der Arbeit von Aids-, Sucht und Drogenhilfen. Der Bundesverband sowie der NRW-Landesverband von JES (Junkies – Ehemalige – Substituierte) haben ein Zertifikat entwickelt, mit dem Einrichtungen der Aids- und Drogenhilfe ausgezeichnet werden sollen, die sich in besonderem Maße um die Förderung von Selbsthilfe und Selbstorganisation drogengebrauchender Menschen verdient gemacht haben. Das Zertifikat bescheinigt, dass die ausgezeichneten Einrichtungen entsprechend den Grundsätzen akzeptierender Drogenarbeit

  • die fachliche Unterstützung der Selbsthilfearbeit
  • die gleichberechtigte Teilhabe der Selbsthilfe
  • die Wahrung der Autonomie
  • die Bereitstellung von Infrastruktur
  • die Wahrung von Privatsphäre und Datenschutz
  • die Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit

gewährleisten. Neben der Auszeichnung von Einrichtungen, die die Kriterien aus Sicht der Verbände bereits erfüllten, sollen weitere Organisationen für die Unterstützung der Drogenselbsthilfe sensibilisiert und ermutigt werden, die oben genannten Grundsätze stärker in ihre Arbeit einzubinden. Zertifizierte Organisationen dürfen das von JES verliehene Label „Selbsthilfefreundliche Einrichtung“ in ihrer Außendarstellung verwenden.

Weitere Informationen zu den Kriterien sowie zur Bewerbung um das Zertifikat finden Sie unter jes-bundesverband.de.