Epidemiologie

Nachstehend finden Sie eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten epidemiologischen Eckdaten zu Hepatitis A bis C. Detailliertere Informationen zum Infektionsgeschehen in Deutschland finden Sie unter rki.de.

Weltweit gibt es schätzungsweise 1,5 Millionen neue Infektionen pro Jahr. In Deutschland gibt es ca. 800 gemeldete Infektionen pro Jahr (die tatsächliche Zahl liegt allerdings höher, weil die Erkrankung oft unbemerkt verläuft).

Weltweit gibt es ca. 260 Millionen chronisch Infizierte. In Deutschland infizieren sich pro Jahr mehrere tausend Menschen, ca. 0,3 Prozent der Bevölkerung sind chronisch infiziert. Im Jahr 2018 wurden 4.507 Erstdiagnosen übermittelt, dies entspricht einer Inzidenz von 5,4 Erstdiagnosen/100.000 Einwohner*innen (2017: 4,3 Erstdiagnosen/100.000 Einwohner*innen).

Weltweit sind ca. 70 Millionen chronisch mit dem Hepatitis-C-Virus Infiziert, in Deutschland geschätzt ca. 200.000. Pro Jahr infizieren sich bundesweit mehrere tausend Menschen. Im Jahr 2018 wurden 5.891 Erstdiagnosen übermittelt, dies entspricht einer Inzidenz von 7,1 Erstdiagnosen/100.000 Einwohner*innen. Von den Erstdiagnosen mit bekanntem Übertragungsweg entfielen 75,5 Prozent auf intravenösen Drogenkonsum und 4,5 Prozent auf i.v. Drogenkonsum in Haft sowie 6,3 Prozent auf Männer, die Sex mit Männern haben. Die weiteren Übertragungswege verteilen sich auf: Erhalt von Blutprodukten (8,5 Prozent), heterosexueller Kontakt mit HCV-infiziertem Partner (4 Prozent), Dialyse (0,6 Prozent) und Mutter-Kind-Übertragung (0,5 Prozent). In Nordrhein-Westfalen wurden 2018 1.321 Erstdiagnosen ermittelt. NRW liegt mit 7,4 Erstdiagnosen pro 100.000 Einwohner*innen leicht über dem bundesweiten Durchschnitt und verzeichnet zum dritten Jahr in Folge einen Anstieg der Diagnosen (2016: 798 Erstdiagnosen, 2017: 999 Erstdiagnosen).